Forschungsstudie

Im Rahmen der Forschungs- und Lehraktivitäten des Wirbelsäulenzentrums Marburg wird augenblicklich eine durch die Ethikkommission der Landesärzte-
kammer Hessen genehmigte wissenschaftliche Arbeit verwirklicht.
Herr cand. med. Jens Kleffmann führt klinisch-funktionelle Nachuntersuchung von Patienten durch, die mittels B-Twin Expandable-Spinal Spacer an der Lenden-
wirbelsäule operiert wurden. Die Studie ist Bestandteil einer Doktorarbeit und wird im Wirbelsäulenzentrum Marburg sowie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Wilke, Chefarzt der Abteilung Orthopädie/Unfallchirurgie der Elisabeth-Klinik gGmbH in Olsberg umgesetzt.

Das Wirbelsäulenzentrum Marburg verfügt über langjährige Erfahrungen beim Einsatz moderner B-Twin Expandable-Spinal Spacer zur operativen Therapie von Rückenbeschwerden. Bei diesem Verfahren wird minimalinvasiv operiert. Der Patient erfährt so einen nur geringen Eingriff während der Operation, denn der Chirurg arbeitet durch kleine Öffnungen in der Haut des Patienten. Die B-Twin Implantate sollen das Gleiten der Wirbelkörper verhindern, daher werden sie zur Stabilisierung beim Wirbelkörpergleiten der sog. Spondylolisthesis eingesetzt. Sie setzen sich aufgrund ihrer im Alltag dauerhaften mechanischen Belastbarkeit als patientenfreundliche Behandlungsmethode durch.

Abstract B-Twin Expandable-Spinal Spacer
Plakat B-Twin


Das interspinöse Wallis-Implantat –
Klinische und radiologische Ergebnisse in der Behandlung von lumbalen Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen

In den Jahren 2004 und 2005 wurde ca. 70 Patienten des Wirbelsäulenzentrums Marburg mit dem klinischen Krankheitsbild eines Bandscheibenvorfalles oder einer Spinalkanalstenose operativ ein Wallis-Implantat eingesetzt. Jedem dieser Patienten ist im Sommer 2006 eine klinisch-funktionelle, sowie radiologische Nachuntersuchung angeboten worden.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Doktorarbeit von Frau cand. med. Katrin Vorwerk in Zusammenarbeit mit Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Lars Hackenberg und Herrn Dr. med. Tobias Schulte aus der Abteilung für allgemeine Orthopädie des Universitätsklinikums Münster ausgewertet.

Das Wallis-Implantat kann additiv nach einer Bandscheibenoperation zur Vorbeugung eines Rezidivvorfalles oder „stand-alone“ ohne eine weiterführende Operation eingesetzt werden. Des weiteren findet es Verwendung nach Operationen am Spinalkanal zum Erhalt der Stabilität im operierten Segment. 

Ein Vorteil des Wallis-Implantates: Die Prozedur der minimalinvasiven Implantation ist reversibel. Dieses lässt, falls erforderlich, viele Optionen einer weiteren Versorgung, wie z. B. eine Fusion, eine Bandscheibenprothese oder eine Explantation ohne Ersatz offen.

Anhand der erhobenen klinischen Daten zeigte sich ein sehr positives Ergebnis:
Erfreulich war die kurze Dauer des stationären Aufenthaltes (ø 2,5 Tage). Außerdem konnten die postoperativen Behandlungen deutlich verringert werden. Dies mündete in einer sehr hohen Patientenzufriedenheit.

24.10.-27.10.2007: Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, Berlin
Plakat Wallis-Abstract